Interview mit den Gründern von Harz Craft

Harz Craft - Gründer - Large

Gemeinsam haben der Braumeister Denny Merres und der Biersommelier Matthies Kliemt in der traditionsreichen Altenauer Brauerei einige extravagante Craft Biere entwickelt. Gebraut wird in der Brauerei Altenau die bereits seit 1622 existiert und seit 2012 zum Klostergut Wöltingerode gehört. Inspirieren lassen haben sich die beiden von den alten Gemäuern des Klosters Wöltingerode, das 1174 gegründet wurde. Das Besondere an den Bieren von Harz Craft ist die lange Holzfasslagerung in den alten Gemäuern des Klostergut Wöltingerode.

Wir, das Team von Bier-entdecken.de hatten die Möglichkeit, Herrn Merres und dem 3 Sterne Biersommelier Herrn Kliemt ein paar Fragen zu stellen

Weitere Infos gibt´s auch auf der Brauerei-Homepage


Interview mit den Gründern von Harz Craft:

Hallo Herr Merres und Herr Kliemt , stellen Sie sich doch bitte einmal kurz unseren Lesern vor.

Kliemt: Ich habe 1998 den ProBier-Club.de gegründet und bi seitdem in der deutschen Bierlandschaft unterwegs. Ich bin Bierbotschafter IHK (Koblenz) und Diplom-Biersommelier (Gräfelfing/ Obertrum), habe  verschiedene Biere kreiert und ein Bierbuch geschrieben. Ich gebe Bierseminare, veranstalte Brau- und Kochkurse und LIEBE Bier.

Was fasziniert Sie an Bier?

Kliemt: Bier ist so spannend, weil ich mit einem Getränk Menschen zusammenbringen kann. Es lässt sich darüber streiten, philosophieren und jeder kann etwas zum Bier erzählen. Bier ist extrem vielseitig und hat seine Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft.

Merres: Bier fasziniert  mich, weil es eines der wenigen reinen und natürlichen Produkte ist. Es ist  so vielfältig, dass es für jeden Anlass das Passende gibt.

Wie sind Sie auf die faszinierende Idee mit Ihren recht extravaganten Craft Bieren gekommen?

Harz Craft LogogKliemt: Markus Grüßer hat mich nach Wöltingerode eingeladen um über neue Biere für das Klostergut nachzudenken. Die eigenen Gerstenfelder, die Wälder, der Klostergarten und die alte Klosterbrennerei haben mich sehr beeindruckt und inspiriert. Das Wissen um die Kräuter, deren Einsatz und Wirkung im Bier, und auch wie einige von ihnen im Mittelalter den Weg über die Alpen in deutsche Klöster fanden, hat sehr schnell zu Visionen von neuen Bieren geführt.

Wen möchten Sie mit Ihren Bieren erreichen?

Merres: Alle, die sich ein bisschen mehr für Bier interessieren, als abends einen Bier-Werbespot im Fernsehen zu schauen. Alle, die sich mit Rezepturen, Inhaltsstoffen und den verschiedenen Aromen, die ein Bier heute möglich machen, beschäftigen.

Auf welche Biere von Ihnen darf Mann und natürlich auch Frau sich besonders freuen? Was können wir da von Ihnen noch erwarten?

Merres: auf eine jährlich neue Sorte unseres HarzCraft „Klosterkräuer“. 2016 gab es die Sorte „Rosmarin“, in diesem Jahr haben wir ein sehr frisches und leckeres „Salbei“-Bier kreiert.

Was ist das Besondere an Ihren Bieren?

Kliemt: Harz Craft Biere nutzen Getreide und Kräuter aus eigenem Anbau. Gelagert werden Biere in uralten Holzfässern aus der eigenen Brennerei. Und ganz im Sinne der klösterlichen Ruhe dürfen die Biere auch lange kalt reifen.

Harz Craft erlaubt sich den Luxus nicht jedem schmecken zu müssen. Und das genau macht neben der hohen Qualität auch seinen starken Charakter aus.

Zurzeit wird viel diskutiert über eine Definition für „Craft“-Bier in Deutschland. Was bedeutet – in wenigen Worten – für Sie der Begriff „Craft“-Bier?

Kliemt: Bierinterpretationen mit einer stimmigen und authentischen Geschichte. Das 1000ste IPA begeistert mich nicht. Ich möchte neue Biere kennenlernen, wo ich einen Bezug zum Brauer, zur Brauerei, zur Region erkenne. Handwerklich gebraut wie hier mit Rosmarin und Salbei aus dem eigenen Kräutergarten.

Erinnern Sie sich an die erste „bedeutsame“ Begegnung mit Bier?

Kliemt: Mit meinem Vater in einer portugiesischen Kneipe, wo ich den Schaum abtrinken durfte. Ich war da gerade 11 Jahre alt. Das große Gemeinschaftsgefühl am langen Tisch und die Kommunikation beim Bier hat mich sehr beeindruckt.

Was ist Ihre Lieblingsbiersorte?

Kliemt: Eine Lieblingsbiersorte habe ich nicht. Je nach Stimmung, Tageszeit oder zum Essen suche ich mir ein passendes Bier aus. Nach dem Sport liebe ich ein herrlich durstlöschendes Pilsener oder eine erfrischende Geuze, und zum Feierabend am Lagerfeuer genieße ich schwere holzfassgereifte Bockbiere. Umgekehrt würde ich das nie tun.

Merres: das neue „Klosterkräuter Salbei“.

Beschreiben Sie bitte Bier in 3 Worten.

Kliemt:Bier ist für mich vielfältig, spannend, kommunikationsfördernd

Merres: vielfältig, lecker, kommunikativ

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Merres und Herrn Kliemt für das nette Interview und wünschen viel Erfolg und allzeit „Guten Sud“.

Harz Craft Biere entdecken!

Hier gibt es noch ein nettes, informatives Video über Harz Craft:


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