Altbier – benannt nach alter Brauweise

Alt ist kein altes Bier, sein Namen erhielt es durch seine Brauweise

Altbierglas einzeln
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Daten und Fakten zur Biersorte

Farbe: rotbraun – dunkelbraun
Stammwürze: um 5 %
Alkoholgehalt: 4 – 10%
Bitterkeit: 20 – 40 IBU
Gärung: Obergärig
Trinktemperatur: 9 – 11°C
Bierglas: Altbier-Becher
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Altbier – benannt nach alter Brauweise

Altbier kurz „Alt“ genannt, hat nichts mit einem alten Bier oder einer sehr langen Lagerung  zu tun. Im Gegenteil, die Lagerung bzw. der Gärprozess dauert deutlich kürzer als bei Pils- oder Lagerbieren. Der Begriff „Alt“ führt auf die obergärige Brauweise des Bieres zurück, also einer alten Brauweise.
Vor dem 19. Jahrhundert gab es noch keine Kühlschränke oder Kältemaschinen, wodurch nur obergärige Biere hergestellt werden konnten. Obergärige Hefestämme bevorzugen eine Temperatur zwischen 20 – 24°C, dadurch ist der Gärprozess auch bei Zimmertemperatur möglich, wogegen untergärige Hefe eine Temperatur um die 4-7°C benötigt.

Nach der Entwicklung von Kältemaschinen und der damit verbundenen Möglichkeit untergärige Biere herzustellen, traten obergärige Biere immer weiter ins Abseits.
Einzig in Nordrhein-Westfalen und Bayern blieb die obergärige Brauweise in Form von Weizen, Kölsch und Altbier erhalten.

Altbier ist hauptsächlich in Düsseldorf vertreten, wo sich Düsseldorfer mit ihrem Alt und Kölner mit ihrem Kölsch einem „Bierkrieg“ um das einzig wahre Bier hingeben. Im Gegensatz zum Kölsch ist das Alt nicht regional geschützt, es dürfte daher weit über Düsseldorfs Grenzen gebraut werden und auch die Interpretation eines Alt lässt Spielräume. So kann dies hopfig oder mild und mit unterschiedlichen Malzsorten (auch hell) gebraut werden. Üblicherweise wird das Alt mit dunkler Gerste und einem moderaten Zusatz von Hopfen gebraut.

Getrunken wird das Alt, wie auch das Kölsch aus kleinen, schmalen 0,2l Gläsern. Die Größe der Gläser ist keine Entwicklung aus der Gastronomie, damit das Bier schneller getrunken und die nächste Runde bestellt wird, sondern dient der Aromenentfaltung des Bieres. Wie alle obergärigen Biere sollte die Trinktemperatur nicht zu kalt sein. Die kleine Glasform ermöglicht das „erwärmen“ des Bieres mit der Hand, ermöglicht aber auch den zeitigen Genuss, bevor das Bier zu warm wird und schal schmeckt.

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