Isendorfer Brauartium Obergäriges Dunkel

Ein Braurezept aus dem Jahre 1844 neu interpretiert…

brauartium obergärig dunkel
© www.bier-entdecken.de, Brauartium Obergärig Dunkel

Daten und Fakten zum Bier

Name: Brauartium Obergäriges Dunkel
Brauerei: Isendorfer Hausbrauerei
Link zur Webseite der Brauerei
Alkoholgehalt: 4,7% Vol.
Stammwürze: 12%
Biersorte: Dunkelbier
Gärung: Obergärig
Trinktemperatur: 8-10 °C
Herkunft: Isendorf, Nordrhein-Westfalen
Dazu passt: zu deftigen Hauptspeisen, Gegrilltem, zu westfälischen Suppengerichten.
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Besonderheit des Brauartium Obergäriges Dunkel

Über das hier Obergärige Dunkel der Isendorfer Brauerei wird von der Brauerei folgendermaßen berichtet: Hallertauer Tradition in der Kochung, der englische Hopfen Fuggle im Pool (also noch im Heißbereich direkt nach der Kochung). Dadurch isomerisieren Säuren, verändern sich, das Bier wird etwas herber aber auch die ätherischen Öle entbinden. Daher hat das Dunkle, wenn es ganz klar ist, einen Hauch Minze im Bouquet: Das ist der heiligste Moment, in dem man Fuggle genießen kann! Helle Gerstenmalze, Gerstenröstmalze, diese Malze und der Fuggle erzeugen unseres Erachtens gemeinsam die nussige Mitte des Bieres. Die liegt aber auch ein bisschen in unserer Wasserhärte begründet. Wie genau diese Nuancen am Ende entstehen, bleibt wohl wie immer ein unendliches Mysterium der Biere. Wir finden uns damit ab! Dazu dann noch eine obergärige Altbierhefe und das besondere Brauwasser aus dem Wasserwerk Ortheide.
Wir fragten Herrn Dirk Diekmann nach dem Obergärigen Dunkel:
„Das Obergärige Dunkel braut Andre seit der Betriebsaufnahme 2009, es hat sich sehr schnell zu einem beliebten „Evergreen“ unter den Restaurantgästen entwickelt, zumal es sehr gut zu deftigen Speisen passt. Seit Spätsommer 2012 fügen wir die Englischen Ale-Hopfen Fuggle und / oder Goldings hinzu, um dem Bier ein hauchzartes Finish im Bouquet zu geben.“

Na, wenn das nicht gut klinkt!

 

Flaschendesign

brauartium obergärig dunkel etikett
© www.bier-entdecken.de, Brauartium Obergärig Dunkel Etikett

Abgefüllt ist das Brauartium Obergäriges Dunkel in einer dickbäuchigen 0,5l Mehrwegflasche. Auf dem dunklen Etikett sehe ich eine Dampflock, ein kräftiges Bier oder ist es so schwarz wie die Lock? Auf der Rückseite finde ich eine kleine Beschreibung dieses Bieres sowie das MHD und die Angaben der Zutaten. Interessant ist der Kronenkorken auf der Flasche, er ist mit einem Scancode ausgestattet, scanne ich den ein komme ich direkt auf die Internetseite von Brauartium und erfahre viel Interessantes über dieses Bier.
Insgesamt ein edel gestaltetes Etikett, das macht schon einiges her, sehr interessant auch die Idee mit dem Scancode, um die verschiedenen Zutaten je nach Sud zu unterscheiden. Klasse!
Rustikal das Bild der Dampflock und hochmodern die Idee mit dem Scancode! Da können sich einige Brauereien ein Beispiel daran nehmen.

Optik

Im Glas hat das Obergärige Dunkel eine recht dunkle Farbe, ein dunkles Braun, ein wenig kupfern – so leuchtet es aus dem Glas, sieht richtig gut aus. Auf dem Bier thront eine weiße, sehr feinporige Schaumkrone, die leider nicht allzu üppig ausfällt.

Geruch

Den Geruch ist recht malzbetont, eine angenehme süßliche, leicht malzige Note strömt aus dem Glas. Dazu eine angenehme Fruchtnote mit Aromen von Pfirsich, Aprikose, auch ein wenig nussig sowie einen Hauch Minze verspüre ich in meiner Nase. Ein sehr angenehmer, aromatischer und fruchtiger Duft, der zum proBieren verlockt.

Geschmacksphasen

1. Antrunk

Der Antrunk entspricht gar nicht dem leicht süßlichen, süffigen Duft. Das Bier ist herb, es ist malzig und es kommen im Hintergrund leichte Fruchtaromen hinzu. Das Bittere wird hier eindeutig vom Fuggle Hopfen erzeugt, sehr interessant finde ich den Gegensatz zum Duft, angenehm herb ist dieses Bier, dazu ein wenig grasig und auch die Minze erschmecke ich, die fein im Hintergrund ist.

2. Rezenz

Toll ist der Einsatz der Kohlensäure, frisch und spritzig empfinde ich dieses dunkle Bier. Geschmacklich steigert sich die herbe Note noch weiter und es kommen leicht nussige Geschmacksnuancen hinzu.

3. Abgang

Den Abgang empfinde ich als wunderbar kräftig, ein wenig ölig und trocken kommt dabei das Bier rüber. Die angenehme herbe Note verstärkt sich noch und bleibt mir im Nachgeschmack sehr lang erhalten. Wunderbar hier auch das leicht Fruchtige, die erfrischende Minze und die nussige Note.
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Olaf Gronert: Das Obergärige Dunkel hat mich optisch und vom Geruch her voll überzeugt. Den Geschmack fand ich noch besser, interessant dabei der Gegensatz zum Geruch, fruchtig-süffig der Duft , herb der Geschmack mit Steigerungen zum Ende des Bieres und sehr lang im Nachgeschmack. Das Obergärige Dunkel ist ein Bier ganz nach meinem Geschmack! Danke, dass ich es testen durfte! Danke an die Brüder Dieckmann für ihre tollen Biere, die sie brauen, ich wünsche mir, dass noch viele folgen werden.

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