de Molen Mooi & Meedogenloos

Ein Bier wie ein guter Wein….

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© www.bier-entdecken.de, Mooi & Meedogenloos

Daten und Fakten zum Bier

Name: Mooi & Meedogenloos
Brauerei: Brouwerij de Molen
Link zur Webseite der Brauerei
Alkoholgehalt: 10.2 % Vol.
Stammwürze: 21°P
Biersorte: Quadrupel bzw. Barley Wine
Gärung: Obergärig
Trinktemperatur: 10-14°C
Herkunft: Niederlande
Dazu passt: Unbedingt einfach so probieren!
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Besonderheit des de Molen Mooi & Meedogenloos

Gebraut wurde das de Molen Mooi mit stark tschechischem Hopfeneinschlag, nämlich Saazer und Premiant Hopfen, wobei der Premiant ein Abkömmling des Saazer-Stamms ist. Hopfentechnisch bleibt also alles in der Familie. Der relativ hohe EBU-Wert (EBU = European Bitterness Unit) von 78 lässt auf ein kleines Geschmacksfeuerwerk hoffen.

Flaschendesign

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© www.bier-entdecken.de, Mooi & Meedogenloos Etikett

Das Bier kommt in der handlichen 0,33l Flasche, verschlossen mit einem herkömmlichen Kronkorken. Das Etikett vorne ist nüchtern aber äußerst informativ gehalten, wie bei allen „de Molen“-Bieren. Es finden sich alle wichtigen Angaben über Inhaltsstoffe, Alkoholgehalt, Stammwürze, EBU, Hinweise für die optimale Trinktemperatur, Lagerfähigkeit usw.

Auf dem rückwärtigen Etikett finden sich Hinweise auf das „Eet & Bierlokaal de Molen“, die Website (also eher touristische Infos) sowie das genaue Abfülldatum – bei der von mir verkosteten Flasche ist das der 10.12.2013.

Optik

Im Glas zeigt sich das Bier in einem sehr dunklen Braunton mit einer cremefarbenen Schaumkrone, die nur kurz als solche zu erkennen ist; zurück bleibt ein dünner Schaumfilm. Das Bier ist unfiltriert, was sich auch in der blickdichten Optik zeigt.

Geruch

In die Nase steigen zuerst intensive Karamellnoten – sehr süße Aromen wie von geschmolzenen Toffifees. Malziger Kakao nach Ovomaltine-Art gesellt sich dazu. Keine Spur von irgendwelchen hopfigen oder bitteren Tönen. Duftet eher nach Naschwerk als nach Bier.

Geschmacksphasen

1. Antrunk

Der Antrunk ist im ersten Moment richtig Sirup-süß, wobei sich sofort ein paar bittere Hopfennoten einschleichen. Dazu ein Feuerwerk an verschiedensten Eindrücken wie nach Weinbrandbohnen, Rumtopf und altem Sherry.

2. Rezenz

Der Kohlensäuregehalt des Bieres ist eher gering, was zu einem eher schaleren Mundgefühl führt. Wer sich davon aber nicht abschrecken lässt wird mit einem sehr reichhaltigen Geschmacksprofil belohnt. Wie im Antrunk schon erwähnt, findet sich ein üppiges Bouquet aus Sherry- bzw. Rum-schweren Aromen; deshalb sollte man sich für das Mooi & Meedogenloos unbedingt genauso viel Zeit nehmen, wie für einen guten Wein. Dabei bleibt der Trunk ständig auf der süßen Seite des Biergenusses…

3. Abgang

Der Abgang will schier nicht enden. Die große Stärke ist hier aber, dass im Gegensatz zum süßen Allgemeinzustand des de Molens, hier durchaus schön kontrastierende Bitterstoffe des Hopfens den Ton angeben. Das rundet das Gesamtbild schön ab.
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Stefan Geier: Von de Molen habe ich Biere getrunken, die mich eher abgeschreckt haben, und solche, die mich vom ersten Duftaroma bis zum letzten Funken Abgang in ihren Bann gezogen haben. Das Mooi & Meedogenloos gehört zur letzteren Sorte. Ein Bier wie ein guter Wein, das auch so genossen werden will – gerne im großen Burgunderglas oder geräumigen Cognacschwenker.
Für dieses Bier sollte man sich durchaus Zeit nehmen – nebenbei als Begleitung für ein Essen ist es meiner Meinung nach eher ungeeignet.
Am Abend die Lichter dimmen, das Lieblings-Vinyl auflegen, de Molen einschenken, sich zurücklehnen und genießen – so stelle ich mir die richtige Gebrauchsanweisung für dieser Bier vor.
P.S.: „Prächtig & Mitleidlos“ – so die sinngemäße Übersetzung des Namens, ist eine zutreffende Beschreibung. Wobei sich der zweite Teil des Namens auf den Alkoholgehalt beziehen dürfte, der sich mit jedem Schluck mehr und mehr bemerkbar macht…

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