Ein Rückblick auf die 3. Münsteraner Brauschau 2015

3. Münsteraner Brauschau – eine Erfolgreiche Vorstellung handwerklich gebrauter Biere

 

Wochen lang haben wir auf diesen Termin hin gefiebert, nun ist die 3. Münsteraner Brauschau der Hobbybrauer in Münster schon wieder Geschichte.

Wir von Bier-Entdecken durften auf Einladung der Organisatoren „Braufreunde-Münster“ an diesem exklusiven Event daran teilnehmen und geben euch ein Feedback auf die gelungene Veranstaltung.

Ca. 375 exklusive Eintrittskarten wurden verkauft, es gab keine Tageskasse. Der neue Ort der „Münsteraner Brauschau“ war der Jovel Club im Herzen Münsters. Eine recht große Location, die viel Platz bot für die 19 Hobbybrauer und ihre einzigartigen und exklusiven Bierkreationen wie zum Beispiel: Olga mayDream, Rudi Ratlos, Käpt`n Blaubär, Elderflower Ale, Junges Gemüse, Pulverturm, Brennnessel Ale, Cherry Summer, Vienna Delight und viele, viele andere Biere.

Wir haben uns riesig gefreut der 3. Münsteraner Brauschau beizuwohnen und diese exklusiven Biere zu proBIERen, mit den Brauern zu fachsimpeln und natürlich auch die Biere zu bewerten. Es wurde schließlich auch ein Gewinner-Bier gekürt.

brauschau1Verkostet wurde aus dem Sensorik-Pokal von Sahm, dem Glas welches auch für den großen World Beer Cup genutzt wird. Um 14 Uhr war Beginn der Brauschau, von Anfang an war diese mehr als gut besucht und wir waren mittendrin. Sehr positiv wurde der neue Ort angenommen und es hat sich mit Sicherheit für alle gelohnt.

Bei diesem Event gab es kein industrielles Bier, alles feine Handarbeit von durchweg netten Brauern, mit allen kamen wir ins Gespräch, und auch die Besucher die wir befragten, waren durchweg begeistert.

Sehr beeindruckt haben uns die Braukünste von Dr. HUPPERTZ, ein Doktor in der Braukunst: Sein „Olgas maydream“, ein Maibock plus Waldmeister, erwies sich als hochinteressant, begeisternd sein „Uwes forbidden fruit“, ein Himbeerweizen, interessant von der Farbe und richtig toll vom Geschmack. Dazu das „Haralds no Pale but Ale, ein richtig leckeres Brown Ale. Die Namen der Biere sind sehr fantasievoll, auf die Frage wie er darauf kommt kam salopp die Antwort „nach den Namen meiner Katzen“.

Luti-Breu war mit „Rudi Ratlos“, einem Single Hop Strong Bitter, dem „Käptn Blaubär“ und „Mango Jerry“, einem Weizenbock vertreten.

brauschau2Sehr interessant waren auch die Biere von der Blue Elephant Aaseebrauerei, ein recht starkes – nicht nur vom Alkohol – Brown Ale mit dem Namen Pecanut Brown Ale, das duftete nicht nur verdammt lecker sondern war auch geschmacklich mit seinem Nussgeschmack und dem kräftigen Hopfenaroma eine Wucht. Außerdem wurde auch das Brennnessel Ale angeboten. Optisch durch seine grünliche Farbe etwas abschreckend, aber geschmacklich hat es uns überzeugt.

Sehr sympathisch war der Brauherr der Brauerei Schwenkenbecher, er braute ein Buchweizen Braunbier und Biere, auf die wir uns vorab schon richtig gefreut haben – „eine Gose“. Die Gose hat er geteilt und dann einmal mit Himbeeren versetzt – das „Frische Früchtchen“ – und ein anderes mit Rhabarber – das „Junge Gemüse“. Ein herbes, leicht säuerliches Bier mit tollen Fruchtnoten. Die fanden wir beide richtig große Klasse! Auch das Fachsimpeln mit dem Brauherren, war sehr informativ.

Das gleiche gilt für DROOD CRAFT BEER: Sein Elderflower Ale hat uns wirklich begeistert, fruchtig, kräftig lecker. Toll, diese Idee mit den Holunderblüten und auch die Umsetzung. Dazu das Cream Ale, dass gut mundete. Beeindruckend dabei die Idee von der Minze direkt im Zapfhahn. Die frische Minze gab diesem Bier noch einen ganz besonderen Geschmack.

Bei Laumel Bräu, steht eine Frau am Bierhahn und am Braukessel. Präsentiert wurde ein „Doppelbockmaibockinator“ und ein richtig gutes Dunkles Weizen. Beide Biere wurden mit der Weihenstephaner Hefe gebraut. Richtig leckere Biere und eine wirklich sehr erfahrene Braumeisterin hat uns am „Laumel Bräu“ – Stand gut beraten.

brauschau4Das Schwelmer Bürgerbräu mit einem sehr guten Dunklen Alt, die Brauerei Schwartenbecks mit einem Bayrischen Dunkel und einem sehr leckeren Porter, dazu die Brauerei Laggenbecker mit einem Rauchbier, dem „Lölsch“ / Kölsch und Monroe Altbier waren wie schon das letzte Jahr auch mit von der Partie.

Neu auf der Brauschau – und wir hoffen nicht zum letzten Mal – waren die Kölner Bierhistoriker, richtig nette Brauer, mit tollen und hochinteressanten Bieren. Sie kamen durch das Brauforum zu der Brauschau und waren total begeistert von der professionellen Organisation, von den Besuchern und von den restlichen Brauern. Wir waren von Ihnen und Ihren Bieren ebenso begeistert. Besonders erwähnenswert war das „Mathilda“, ein belgisches Tripel. Unsere Bitte an dieser Stelle an die „Kölner Bierhistoriker“: Kommt bitte wieder zur nächsten Brauschau.

Wie der Name schon sagt braut die Brauerei Anständiges Bier richtig anständiges Bier, ein leichtes Sommerbier, dazu Nepomucks Rückkehr, ein leckeres Klosterbier und ALTenberge, ein richtig gutes Altbier.

Sudstelle 40 war mit einem tollen IPA (Fracky), einem Pale Ale (Bier 44) und einem Kirschweizen (Cherry Summer) vertreten, interessante und richtig gute Biere. Bemerkenswert, dass bei der diesjährigen Brauschau sowieso viel mit Früchten experimentiert wurde.

brauschau5Weiter vertreten auf der Brauschau war die Braugemeinschaft Kloppenborg / Tiltmann mit einem fantastischen „Belgischen Dubbel“ und einem „Zlateho Jelena“ Böhmischen Bier, übersetzt „der Goldene Hirsch“. Jans&Herrenzimmer stellten ihr fantastisches „Dont call me Otto“ Porter Bier vor, dazu ein Belgium Single Ale „Porch Swing“, ein Norwegian Farmhouse Ale, sowie ein CDA (Cascadian Dark Ale). Richtig lecker und schön hopfig…

Die Lüdinhausener Brauwerkstatt stellte ihren „Pulverturm“ vor, ein gelungenes Altbier, Max von Maxbräu hatte ein Lemon Tree sowie ein Eclipse de Saison im Angebot und die Brauschmiede Maberzell stellte ihr Hochzeits IPA vor, gebraut anlässlich seiner Hochzeit am 18.4.2015. Glückwunsch zur Hochzeit und zu seinen sehr gelungenen Bieren.

Die STADTLOHNER BRAUSTUBE bot ein hervorragendes Citra Ale an, das duftete und schmeckte erstklassig.

Auch das Projekt PILSQUELL hatte zwei richtig gute Biere im Angebot und zum Verkosten: das Vienna Delight und das All In Festlager. Tolle Biere.

Eine große Auswahl an tollen handgebrauten Bieren, da fiel die Wahl schwer für das Siegerbier. Gut, dass nicht nur wir abstimmen durften, sondern das gesamte Publikum.

Und so wurde am Ende entschieden:
Der 3. Platz ging an das Böhmische Pils „Zlateho Jelena“ von der Braugemeinschaft Kloppenborg/Tiltmann, der 2.Platz an Laumel Bräu mit seinem Doppelbockmaibockinator und auf den 1. Platz der Publikumswertung kam das Belgische Dubbel von der Braugemeinschaft Kloppenborg/Tiltmann.
Wir sind jedoch der Meinung, dass alle Aussteller mit ihren Bieren gewonnen haben!

brauschau3Danke, dass wir dabei sein durften, in der neuen Lokation, mit viel mehr Besuchern, es war ein Versuch und es hat richtig toll geklappt. Besonders schön fanden wir die Atmosphäre zwischen den Hobbybrauern mit den Besuchern, wie sie ihre Bierkreationen präsentierten, das Fachsimpeln, die Kommunikation und die Organisation. Bemerkenswert wie untereinander mit Rat und Tat geholfen wurde. Es macht großen Spaß bei der Münsteraner Brauschau das Miteinander zu erleben und natürlich auch diese kreativen Biere zu verkosten. Wir freuen uns auf die nächste Münsteraner Brauschau. An dieser Stelle auch nochmal ein großes Dankeschön an die Organisatoren, die Damen am Einlass, die sichtlich ihren Spaß hatten, die fleißigen Spülhelfer und die restlichen Helfer hinter den Kulissen.

Wir freuen uns riesig auf nächstes Jahr!

1 Kommentar

  1. Hi, vielen Danke für den netten Artikel!

    Kleine Korrektur, diesmal waren sogar 26 (Hobby)Brauer vor Ort und haben ausgestellt, teilweise nur an einem Stand gemeinsam.

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