Weihenstephan & Samuel Adams – Infinium

1000 Jahre Brauerfahrung stecken in diesem edlen Bier. Ist es die Neuerfindung des Bieres?

Infinium_Bild
© bier-entdecken.de, Weihenstephan & Samuel Adams – Infinium

Daten und Fakten zum Bier

Name: Infinium
Brauerei: Weihenstephan & Samuel Adams
Link zur Webseite von Weihenstephan
Link zur Webseite von Samuel Adams
Alkoholgehalt: 10,5 % Vol.
Stammwürze: k.A.
Biersorte: Starkbier
Gärung: k.A.
Trinktemperatur: 4-8°C
Herkunft: Boston, USA & Weihenstephan, Bayern
Dazu passt: Geflügel, würziger Käse, Panna Cotta
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Besonderheit des Infiniums

Das Infinium entstand in enger Zusammenarbeit mit der Brauerei Weihenstephan, der ältesten Brauerei der Welt und der Bosten Beer Company, besser bekannt unter dem Namen Samuel Adams. Samuel Adams war eine der Vorreiter für außergewöhnliche Biere in den USA und sozusagen Mitbegründer der amerikanischen Craft Beer Bewegung. Bis heute ist Samuel Adams eine der namhaftesten Brauereien für spezielle (extreme) Biere. Die Kooperation der beiden Brauereien kommt nicht von ungefähr, denn der Ur-Ur-Großvater von Jim Koch, Braumeister und Inhaber von Samuel Adams, war ein deutscher Braumeister, welcher sein Handwerk bei der heutigen Kooperationsbrauerei Weihenstephan erlernte.

2 Jahre ließen sich die beiden Brauereien zeit um ein total außergewöhnliches Bier zu brauen, dabei wollten sie die Grenzen des Reinheitsgebot auf das größtmöglichste ausreizen und haben für die Gärung des Infinium zum Beispiel französische Sekthefe verwendet. Nach eigenen Angaben der Brauereien haben sie am Ende „das Bier neu erfunden“.

Flaschendesign

Infinium Etikett
© bier-entdecken.de, Infinium

Die pechschwarze Sekflasche in Form einer Karaffe ist definitiv ein Blickfang und zeigt anhand ihrer Aufmachung, dass darin ein exklusiver Tropfen schlummern muss. Auf dem schwarzen Glas sind der Text und das Logo in gelber Farbe aufgedruckt. Auf dem Bauch der Flasche liest man den Namen des Bieres „Infinium“ verziert mit schicken und edlen „Schnörkeln“. Auch der Flaschenhals ist mit gelben „Schnörkeln“ bedruckt. Zudem trägt es ein mit Goldbändchen befestigtes, schwarzes Etikett, auf dem mit Goldschrift einige Angaben zu den Brauereien zu lesen sind. Schon beim Flaschendesign erkennt man die Arbeit und Liebe zum Detail. Von der Aufmachung her ist es definitiv die eleganteste und ansehnlichste „Bierflasche“ die uns bisweilen in die Hände kam. Demzufolge ist die Erwartungshaltung gegenüber dem Inhalt jedoch besonders hoch.

Optik

Nachdem der Korkverschluss entfernt wurde, sprudelt ein goldgelbes bis orangenes Bier ins Glas, welches genau betrachtet farblich an einen Sherry erinnert. Der Schaum baut sich zu Beginn imposant auf und bildet kurzzeitig sogar einen cremigen Abschluss. Dieser ist jedoch nicht von langer Dauer. Schnell wir die Schaumkrone grobporig und löst sich zusehends auf. Zurück bleibt ein lustig vor sich hinsprudelndes „Infinium“.

Geruch

Der Geruch präsentiert ein lieblich riechendes Bier, die Aromen sind gut ausbalancierte ohne Ecken und Kanten. Eindeutig besitzen Malzaromen und eine gewisse Süße von Karamell und etwas Honig die Oberhand, lassen jedoch genügend Platz für die Entfaltung anderer Düfte. So erkennt man in 2. Reihe blumige Duftnuancen die an eine Blumenwiese und Apfelbäume erinnern. Fruchtige Aromen von Äpfeln verstärken diesen Gedanken. Ein leicht hefiger Duft mit einer aufkommenden Säuerlichkeit runden das Gesamtpaket ab.

Geschmacksphasen

1. Antrunk

Beim ersten Schluck macht sich die spritzige Kohlensäure des Infinium deutlich bemerkbar. Wie bei einem Sekt gewinnt diese im Mundraum an Volumen.
Erst nachdem diese etwas abgeklungen ist sind Geschmacksaromen vernehmbar. Es ist ein vollmundiges Bier mit einem deftigen Malzcharakter. Eine feine Süße lässt den Malz nicht zu ruppig wirken, sodass dieser nicht zu überladen wirkt.

2. Rezenz

Im Mittelteil ist fast keine Kohlensäure vernehmbar. Dennoch verliert das Bier nicht an Vollmundigkeit. Eine moderate Säuerlichkeit macht sich im Rachen breit. In Verbindung mit Aromen von frisch gebackenem Brot, Hefe und einer leichten Fruchtigkeit erinnert das Infinium an ein typisches Weizenbier. Im Weiteren revidieren jedoch aufkommende Hopfenaromen die Gedanken an ein Weizen.

3. Abgang

Während des Abgangs umschmeicheln feinherbe Hopfenaromen den Gaumen, unterstützt von einer weiterhin bestehenden Säuerlichkeit. Eine gut harmonisierende Portion Malzaromen, lassen den Abgang angenehm trocken wirken und schenken einen lang anhaltenden Abgang.

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Fazit

Ein definitiv besonderes Bier! Gerade die Ähnlichkeit von Sekt im Antrunk und die Kombination von einem leichten Körper und dennoch ausgewogenen Geschmacksaromen sind beeindruckend. Die 10,5 % Alkohol die das Infinium besitzt tragen und unterstützen wundervoll die Aromen, ohne selbst geschmacklich in Erscheinung zu treten. Dennoch hatte uns bei diesem Bier das i-Tüpfelchen oder ein geschmackliches Highlight gefehlt. Vielleicht lag es an der Imposanten Aufmachung wodurch unsere Messlatte zu hoch gesetzt wurde. Die Aufmachung eines Bieres ist sicher in vieler Hinsicht ein entscheidendes Kriterium, letztendlich muss jedoch der Inhalt stimmig sein und zu überzeugen wissen.

 

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