Zötler Schwarzer Ritter von Rettenberg

Lasst niemals davon ab Bier zu trinken, zu essen, euch zu berauschen, zu lieben und die schönen Tage zu feiern…

Zötler_content
© www.Bier-entdecken.de, Zötler Schwarzer Ritter

Daten und Fakten zum Bier

Name: Schwarzer Ritter von Rettenberg
Brauerei: Privat-Brauerei Zötler GmbH
Link zur Webseite der Brauerei
Alkoholgehalt: 7,7 % Vol.
Stammwürze: 19 %
Biersorte: Baltic Porter
Gärung: Obergärig
Trinktemperatur: 10°C
Herkunft: Rettenberg/Allgäu
Dazu passt: Vanilleeis direkt ins Bier als Cocktail, Lamm- oder Rindersteaks, Wildgerichte, Geräuchertes
Porter entdecken

Besonderheit des Zötler Schwarzer Ritter von Rettenberg

Das sagen die Braumeister Markus Würz, Dominik Lissek und Niklas Zötler über ihre Braukunst-Biere:
Hoch lebe die Braukunst!

„Lasst niemals davon ab Bier zu trinken, zu essen, euch zu berauschen, zu lieben und die schönen Tage zu feiern.“
(Altertümliches Sprichwort)

Getreu diesem Motto haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, künftig verschiedene Charakterbiere innerhalb des Bayerischen Reinheitsgebotes zu kreieren, die sich durch die Verwendung und Kombination spezieller Malze, Hopfensorten und ausgesuchter Hefestämme auszeichnen. Da wir unsere Allgäuer Heimat genauso lieben wie unsere Biere, haben uns dazu entschlossen die Braukunst mit Allgäuer Sagen zu verknüpfen, indem wir die Charaktere der Sagengestalten in die Rezepturen dieser Bierspezialitäten einfließen lassen.

Diese Braukunst-Biere sind keine Alltagsbiere. Sie sollten in freundschaftlicher Runde und in speziellen Gläsern genossen werden.
Die Sage:
Dort, wo heute nur noch eine Ruine als Zeuge von alten Zeiten steht, stand einst die stolze Burg zu Rettenberg. Die Sage um den Schwarzen Ritter von Rettenberg nimmt ihren Anfang, als der dort ansässige Ritter auf Kreuzzug ins Heilige Land aufbrach. Viele Jahre war er fern der Heimat, erst im Kampf, später in Gefangenschaft, wo er zahlreiche Entbehrungen auf sich nehmen musste.

In diesen Jahren der Abwesenheit machte sein Freund der schönen Ehefrau des Burgbesitzers den Hof. Die Sage erzählt uns, dass er keine Gelegenheit ausließ, um die Rittersfrau davon zu überzeugen, dass ihr Mann im Kampf gefallen war und nie wieder zurückkommen werde. Und mit jedem Jahr das verging, schmolz ihre Hoffnung, ihren geliebten Mann jemals wieder lebend in die Arme schließen zu können.

Der Ritter indessen hatte sich aus der Gefangenschaft befreit und trat die gefahrvolle Reise in die Heimat an. In Lumpen, halb verhungert und ausgemergelt, klopfte er genau an dem Tag an das verschlossene Tor der Burg, an dem die Vermählung seines Freundes mit seiner eigenen Frau stattfand. Da man ihn in seinem Zustand für einen armen Bettler hielt, bekam der Ritter zu Ehren des Brautpaares einen Becher Wein. Voller Zorn und Wut warf er seinen Ehering in den Wein und lies in der Braut bringen. Doch damit nicht genug: der Ritter zog sein Schwert und erschlug das in seinen Augen gottlose Brautpaar und vertrieb die Hochzeitsgesellschaft von der Burg.

Fortan hauste er dort allein. Doch der Zorn verflog und zurück blieb eine ihn verzehrende Reue.

Und die Sage berichtet, dass er noch heute für seine Tat büßen muss. Nachts soll der Geist des Schwarzen Ritters, wie er seither genannt wurde, immer um die Burgruine reiten und jammern: „Da drinnen liegt sie. Ich habe sie gemordet. Vergib mir!“
Das Bier „Schwarzer Ritter von Rettenberg“ ist ein Baltic-Porter, gebraut im Stil englischer Brauereien, die das Porter mit einem hohen Alkoholgehalt und viel Hopfen brauten, um es für den Transport über die Ostsee in die baltischen Staaten haltbar zu machen. Gebraut wird das „Schwarze Ritter von Rettenberg Bier“ mit den Hopfensorten Perle und Polaris, dazu ein Pilsener Malz, Münchner Malz, ein dunkles Weizenmalz und Röstmalz. In diesem Bier sind stolze 45BE (Bittereinheiten) enthalten.

Zötler_Flasche
© www.Bier-entdecken.de, Zötler Schwarzer Ritter Design

Flaschendesign

Abgefüllt wird dieser Zötler Schwarze Ritter von Rettenberg in einer 0,75l Flasche mit Bügelverschluss. Auf dem goldenen Etikett sehe ich den schwarzen Ritter reiten, darüber „Zötler Braukunst“ und der Hinweis „gewidmet den Allgäuer Sagen“. Auf dem Etikett der Rückseite lese ich eine kurze, jedoch sehr informative Beschreibung dieses Bieres, dazu finde ich dort noch die Zutaten sowie das MHD und es gibt auch einen Hinweis auf die Trinktemperatur.
Am Flaschenhals baumelt ein kleines Heftchen, in dem lese ich die Sage des Schwarzen Ritters und die Beschreibung dieses Bieres. Schaut gut aus und richtig toll finde ich das mit der Sage und der Beschreibung in dem kleinen Heft. Die Verpackung dieses Schwarzen Ritters finde ich super!

Optik

Das Bier macht von der Farbe her dem Namen alle Ehre, tiefschwarz wie der schwarze Ritter leuchtet es aus dem Glas. Wow, was für ein schwarzes Bier, oben auf dem Bier thront ein cremiger, sehr feinporiger Schaum, der leicht bräunlich ist. Optisch ein Genuss.

Geruch

Den Geruch empfinde ich als süßlich und sehr süffig, deutlich schnuppere ich die Röstmalze, dazu einen Hauch von Beerenfrüchten und guter Bitterschokolade, von Kaffee und Karamell. Ein duftes Bier. Der Geruch soll den Geruchseindrücken des Ritters von Rettenberg nachempfunden sein, die er auf seinen Kreuzzügen erlebte. Eine sehr gelungene Idee, finde ich.

Geschmacksphasen

1. Antrunk

Kräftig und richtig vollmundig ist der Antrunk dieses Schwarzen Ritter Bieres, ich schmecke sehr gute Röstmalze, tolle Röstaromen – dazu sehr deutlich Kaffeearoma und den Geschmack einer richtig edlen Bitterschokolade. Auch eine leicht fruchtige Note und Süße ist zu erschmecken, nach roten reifen Beeren, als dominant empfinde ich jedoch das Röstmalz und eine leichte herbe Note. Nicht zu süß, nicht zu bitter, gerade richtig

2. Rezenz

Die Kohlensäure ist sehr dezent eingesetzt, fein prickelnd spüre ich das Bier am Gaumen, dazu weiterhin die kräftigen Röstmalzaromen, einen Hauch von den Beerenfrüchten, der Bitterschokolade und auch ein wenig Karamell und Lakritz, ein sehr kräftiges und vollmundiges Bier. Wunderbar die Harmonie der Malzsorten und toll die dezente, leicht herbe Hopfennote.

3. Abgang

Der Abgang beginnt recht malzig, sehr schön, dass dieser nicht zu süß ist, deutlich wieder dabei die Kaffee- und Bitterschokoladennoten, kräftig vollmundig klingt das Bier aus – leicht süffig und immer deutlicher setzt sich die wirklich sehr angenehme und herbe hopfenbittere Note durch, die mir noch sehr lang erhalten bleibt.

Porter entdecken

Olaf Gronert: Der Zötler Schwarze Ritter von Rettenberg war ein starker Mann, das Bier „Schwarzer Ritter von Rettenberg“ ist ebenfalls ein richtig starkes Bier. Sehr schön herausgemacht mit der Rittersage, toll verpackt, optisch richtig Klasse. Der Geruch kommt mir vor wie ein Kreuzzug durch die Länder. Geschmacklich hat mich der Schwarze Ritter richtig eingefangen. Stark, vollmundig, kräftig, wunderbar die Schoko- und Kaffeenoten, das leicht Fruchtige, ein wenig Lakritz und richtig genial der herbe und lang anhaltende Abgang. Ein richtig starkes Bier, dieser „Schwarze Ritter von Rettenberg“.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*