Grainfather Braurezept Gewürzbier: Weihnachtsstern

Mit dem Weihnachtsstern, einem Gewürz- und Kräuterbier, wollten wir mit dem Grainfather ein Bier für Weihnachten brauen und den Grainfather mit dem Umgang von Gewürzen und Kräutern testen.

Grainfather Braurezept Gewürzbier

Der Grainfather war wie ein kleiner Stern am Hobbybrauerhimmel und hat uns das Jahr doch sehr versüßt. Zum Jahres Ende widmen wir dieses Rezept dem Grainfather.

Bierdetails:

Kräuter- und Gewürzbier

Stammwürze: 16%, Bittere 25 IBU, Alkohol: 6,5% vol.

Zutaten:

  • Pale Ale Malz: 2,8kg
  • Wiener Malz :2,4kg
  • Münchner Malz: 1,6kg
  • Cara Red: 1,2kg
  • Tettnanger Hopfen: 29g
  • Cascade Hopfen: 44g
  • 1 Vanilleschote
  • 4 Zimtstangen
  • 3g Kardamon
  • 5g Nelken

Geplant sind weiterhin zwei Hopfengaben, als erstes 29g Tettnager vom eigenen Hopfenfeld nach 10 Minuten Kochzeit und 44g Cascade Hopfen dann in den Whirlpool. Bei diesem Weihnachtsbier-Rezept kommen 10 Minuten vor Kochschluss 4 Zimtstangen, 5 g Nelken, 3g Kardamom und eine Vanillestange in den Sud. Das gibt Weihnachtsstimmung und soll einen Geschmack nach Lebkuchen erzeugen, sicher perfekt zum Lebkuchen in der Weihnachtszeit.

Zutaten

Programmierung der App:

Mit der App hatte ich ja Anfangs so meine Probleme, Dank dem Team des Hobbybrauerversandes haben wir das in den Griff bekommen. Die Daten des Bieres werden in die Grainfather Connect App unter Rezepte in Quick Profile eingegeben, einfach ein neues Profil erstellen. Den Namen des Bieres eingeben, die Getreidemenge eingeben und den Maischeplan erstellen. Ich habe 3 Maischeschritte gewählt: einmaischen bei 43°c, die 1 Rast bei 55 °C für 10 Minuten, die 2.Rast bei 64 °C für 35 Minuten und die 3.Rast bei 72°C für 25 Minuten. Abmaischen bei 78°C.

Dann gebe ich noch die Daten für das Hopfenkochen ein: 90 Minuten Würzekochzeit, erste Hopfengabe nach 10 Minuten Würzekochzeit, nach 80 Minuten Zugabe der Gewürze und im Whirlpool dann den Cascade Hopfen.

Einmaischen mit dem Grainfather und der App:

Ich mahle das Malz und lasse in der Zwischenzeit das benötigte Wasser von 21,9 Liter auf die Temperatur von 43°C aufheizen. In der Zwischenzeit mahle ich mit meiner Handmühle das Malz. Klar, der Braukessel war wieder schneller. Das Getreide gebe ich in das Malzrohr und nehme aus dem Braukessel vorsichtshalber gleich mal 4 Liter Wasser wieder heraus. Ich habe ja gelernt, dass es mit solchen Mengen Probleme geben kann. Nun gebe ich das Malzrohr in den Braukessel, und gebe die perforierte Abdeckplatte mit dem Dichtungsring auf das Getreide. Den Dichtungsring um die Abdeckplatte zu bringen ist ein kleines Problem, beides zusammen in das Braurohr einführen geht leichter als gedacht und ohne zu verrutschen. Nach meiner vorherigen Entnahme von dem Brauwasser passt das auch diesmal mit der Wassermenge. Also Wassermenge und 8-9kg Getreide nach den Berechnungen mit der Formel und in der App passt auf keinen Fall mit dem Gerät zusammen. Ich werde da direkt einmal bei Grainfather nachfragen, ob es da noch eine andere Lösung gibt.

Die Abdeckplatte drückt man leicht auf die Malzmischung und gibt das Malzrohr in den Braukessel. Wichtig dabei ist, dass das Innenrohr vollständig ausgefahren ist und mit dem Getreidestopfen verschlossen ist. Die Abdeckplatte sollte nicht zu fest auf das Malz gedrückt werden, sondern nur so weit, dass sie leicht das Malz berührt. Die obere Siebplatte muss leicht mit Wasser bedeckt sein. Nun wird der Hartglasdeckel auf das Gerät gelegt und die Rezirkulationsleitung befestigt. Der Silikonschlauch an der Rezirkulationsleitung wird durch das Loch in dem Glasdeckel geführt und ruht auf der oberen perforierten Abdeckplatte.

An der Connect Box drücke ich „set“ und der Maischevorgang startet nun automatisch, er ist auf dem Display der Box und auch sehr gut auf dem Handydisplay zu beobachten. Bei jeder Rast gibt es einen kurzen Signalton und der Kessel heizt auf die entsprechende Temperatur, bei Erreichen startet der Timer für die entsprechende Rast. Der Maischevorgang läuft nun automatisch und problemlos ab.

Zutaten Detail - Eigener Hopfen
Hopfen aus eigenem Anbau

Abmaischen mit dem Grainfather:

Auf dem Handydisplay und an der Connect Box wird angezeigt das abgemaischt werden soll. Dazu wird die Rezirkulationspumpe entfernt, der Glasdeckel abgenommen und in den Inneneinsatz der Hebegriff eingeführt. Der Inneneinsatz wird angehoben und auf den – sich oben auf dem Braukessel befindenden – Stützring abgesetzt. Das war kein Problem. Die Maischeflüssigkeit fließt durch den Inneneinsatz in den Braukessel und durch ein leichtes Drücken auf den perforierten Deckel unterstützt man das Abmaischen noch. Nun kommt der auf 78 Grad erhitzte Nachguss, bei dem ich auch die entnommene Wassermenge des Hauptgusses dazu gegeben habe, langsam auf das Getreide, dabei soll man den Wasserstand immer ca. 1cm über dem Getreide halten. Also ein recht gleichmäßiges Gießen ist gefordert – und das Wasser perlt sehr gut durch. Ein einfaches Abmaischen, sehr effizient und auch recht sauber. Gegenüber dem Einkochtopf und dem Blech ein luxuriöses Arbeiten.

Würzekochen mit dem Grainfather:

Ist das Abmaischen beendet und das gesamte Nachgusswasser durch das Malz gelaufen, beginnt der Würzekochvorgang. Geplant sind 90 Minuten Würzekochzeit, nach 10 Minuten wird der erste Hopfen – sebstgeernteter Tettnager Hopfen – zugegeben. Da ich die App programmiert habe, gibt es passend einen Signalton und ich kann den Hopfen zugeben. Die Würze kocht richtig wallend, zu beachten ist dabei, dass man die ersten 5 Minuten mit einem Schaumlöffel den Schaum ein wenig unterrührt, um ein Überschäumen zu verhindern und die Proteine und Nährstoffe ein wenig zu verteilen. Danach reicht es eigentlich, nur noch das Handy zu beobachten und den Hopfen und die Gewürze nach Zeitplan zuzugeben. Das ist ein Kinderspiel. Beeindruckend finde ich, wie schnell der Braukessel aufheizt, wie konstant er die Temperatur hält und wie wallend er kocht.

Hopfenkochen

Würzekühlen und Reinigung:

Nach dem Würzekochen geht es an die Würzekühlung, früher habe ich meinen Sud über Nacht abgekühlt. Beim Grainfather ist praktischerweise eine Würzekühlung dabei. Glasdeckel auf das Braugerät, die Würzekühlung darauf gesetzt und angeschlossen, einmal an die Ablaufleitung für die Würze und an die Wasserleitung. Die Pumpe wird angeschaltet und pumpt die Würze durch den Würzeschlauch, wo das andere Ende durch den Glasdeckel geht und die Würze wieder in den Braukessel pumpt. Durch die andere Leitung fließt kaltes Wasser und kühlt so die Würze wirklich sehr schnell herunter. Die Temperatur der Würze kann man dabei in der Connect Box verfolgen. Praktisch dabei ist es, das erste – noch recht heiße – Kühlwasser aufzufangen und für die spätere Reinigung nutzen. Ist die Würze auf Anstelltemperatur gekühlt, kann die Würze direkt in den Gärbehälter gepumpt werden, das ist sehr praktisch und je schneller das geht und je mehr der Gärbehälter abgedichtet ist umso weniger kann die Gefahr einer Infektion bestehen.

Das einzig Negative an der Kühleinrichtung ist der doch recht hohe Wasserverbrauch.

Reinigung:

Die Würze befindet sich im Gärbehälter und nun geht es an die Reinigung. Der Trub, der sich noch im Grainfather befindet, wird entleert und nun der Pumpenfilter entnommen, der wird gereinigt und wieder eingesetzt. Nun wird der Braukessel mit Wasser und einem speziellen Reinigungsmittel für den Grainfather gefüllt. Das Reinigungsmittel bekommt man über den Hobbybrauerversand wie auch weiteres Zubehör. Die Temperatur wird auf 55 Grad gestellt und der Würzekühler auf das Gerät gesetzt und an die Rezirkulationsleitung angeschlossen. Der Kaltwürzeableitungsschlauch kommt durch den Deckel und nun pumpt man das Wasser mit dem Reinigungsmittel für 5 Minuten durch das Gerät. Nun wird der Kühler entfernt und die Rezirkulationspumpe angeschraubt. Für 10 Minuten wird das Wasser mit dem Reiniger durch diese Leitung in den Kessel gepumpt. Danach wird das Wasser mit dem Reiniger entfernt und nun sauberes Wasser in den Braukessel gegeben. Noch einmal 5 Minuten rezirkulieren und danach die Seiten und den Boden mit einer weichen Bürste reinigen. Das Wasser heraus und alles schön abtrocken mit einem weichen Tuch. Der Inneneinsatz und auch der Rührlöffel sowie der Deckel werden gereinigt und abgetrocknet. Wichtig ist, dass im Kessel und nirgendwo sonst Wasser stehen bleibt. Das geht insgesamt recht schnell und einfach. Hilfreich dabei ist auch das das Reinigungsmittel und danach, dass Wasser durch die Leitungen gepumpt wird.

 

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