Hütt-Bierspezialitäten Weizenbock 1838

Ein Bier für ungewöhnlichen Biergenuss…

Hütt Weizenbock 1838
© www.bier-entdecken.de, Hütt Weizenbock 1838

Daten und Fakten zum Bier

Name: Hütt-Bierspezialitäten Weizenbock 1838
Brauerei: Brauwerkstatt Malsfeld
Link zur Brauerei
Alkoholgehalt: 7,1 % Vol.
Stammwürze: k.A.
Biersorte: Weizenbock
Gärung: Obergärig
Trinktemperatur: 8-10°C
Herkunft: Baunatal, Hessen
Dazu passt: Käse, Geflügel, gegrilltes
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Besonderheit des Hütt-Bierspezialitäten Weizenbock 1838

Sehr interessant finde ich die Aussage des Hütt-Chefs Frank Bettenhäuser: „Die Renner beim deutschen Biertrinker sind die Sorten Pils und Weizen. Neben diesen Biertypen gibt es mehr als 100 Bierstile, 200 verschiedene Hopfensorten und mindestens 50 verschiedene Malzsorten. Damit sind wir Brauer in der Lage, mehr Vielfalt zu bieten als zum Beispiel die Winzer. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, hochwertige Bier-Raritäten in kleinen, begrenzten Mengen handwerklich zu brauen. Natürlich immer innerhalb des Reinheitsgebotes. Wir wissen, dass der Freundeskreis für solche Bierspezialitäten noch klein ist, es gibt aber Bierliebhaber und Bierkenner, die sich immer mehr für diese Spezialbiere in limitierter Auflage interessieren. Unsere Bier-Raritäten mit eigener Bier-Story, bürgen für ungewöhnlichen Biergenuss“.
Eine der Brauspezialitäten ist dieser Weizenbock 1838, streng limitiert auf 150 Flaschen! Im Test war die Flasche Nr. 58.
Der Hütt Weizenbock 1838 hat natürlich auch eine Geschichte, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
„In der Residenz Cassel berichtete man schon im Jahre 1838 vom vorzüglichen Geschmack des Weißbieres der damaligen Brauerei. … „von ganz vorzüglicher Beschaffenheit in jeder Beziehung: Es stehet dem der Prüfung mit unterworfen baierischen Weißbiere völlig gleich. Es ist das beste aller der Prüfung unterworfen gewesenen Ordinärbiere. Sehr kräftig, völlig abgelagert und von ganz vorzüglichem Geschmack.“ Diese offizielle Bestätigung der kurfürstlichen Polizeikommission ist für uns noch heute Verpflichtung und Anspruch.
In Anlehnung an die alte Rezeptur ist dieser einmalige, goldfarben bis hell bernsteinfarbene Weizenbock eingebraut worden, der in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich ist. Die Komposition aus drei verschiedenen Malzsorten ergibt eine aromareiche Geschmacksvielfalt, die durch leichte bis mittlere Hopfenbittere abgerundet wird. Der für Bockbiere typische höhere Alkohol- und Kohlensäuregehalt bewirkt einen kräftigen und vollmundigen Genuss. Bisweilen kann dieses Bier auch eine Hefetrübung aufweisen. Anspruch und Tradition folgend, wurde in der BrauWerkstatt Malsfeld 175 Jahre später das Weißbier neu interpretiert. 175 Jahre nordhessische Weißbierkultur in Vollendung.
Heute nun im Test die Neuauflage, ich bin gespannt auf dieses besondere Bier.

 

Flaschendesign

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© www.bier-entdecken.de, Hütt Weizenbock 1838 Etikett

Abgefüllt wird das Hütt Weizenbockbier 1838 in einer 0,75l Flasche mit Bügelverschluss. Das Etikett ist dunkelrot und sieht richtig edel aus. Auf der Vorderseite liest man groß den Namen des Bieres sowie eine kleine Beschreibung. Auf der Rückseite sehe ich die Adresse des Herstellers, die Zutaten und handgeschrieben das MHD und die Nummer 58 dieses streng auf 150 Flaschen limitierten Bieres. Am Flaschenhals baumelt ein kleines Heftchen, in diesem lese ich die Geschichte des Weizenbock-Bieres aus der Knallhütt-Brauerei, sowie einige Informationen über die Brauwerkstatt. Schön und edel verpackt. Gefällt mir richtig gut dieses Bier aus der Hütt Brauerei.

Optik

Im Glas hat das Weizenbock-Bier eine dunkle, bräunliche und leicht rötlich schimmernde Farbe, mit Kupfer könnte man es fast vergleichen. Kräftig sprudelt die Kohlensäure in dem Bier und es bildet sich eine cremige, leicht bräunliche bis weiß schimmernde Schaumkrone. Der Schaum ist sehr fein, leider nicht zu standhaft. Optisch finde ich dieses Bier sehr gelungen und richtig einladend.

Geruch

Der Geruch hat schon etwas, selten zuvor habe ich so einen kräftigen Bananenduft aus einem Bier herausgerochen, es duftet wie ein Bananenweizen, so richtig kräftig nach überreifen Bananen, wunderbar fruchtig , ein wenig Hopfen und sehr tolle Malznoten, sowie feine Hefenoten. Dominant ist hier jedoch der Bananenduft.

Geschmacksphasen

1. Antrunk

Nun kommt der erste Schluck dieses historischen Weizenbock-Bieres aus der Hütt Brauerei. Den Antrunk empfinde ich als recht fruchtig, vollmundig und prickelnd. Deutlich schmeckt man die schon im Duft herausragenden Bananenaromen. Dazu wunderbar die Malze, die perfekt mit einander harmonieren. Deutlich schmecke ich auch die Hefe und ebenso, dass dieses Bier recht stark ist. Harmonisch, vollmundig, fruchtig, süffig empfinde ich den Antrunk, insgesamt sehr gelungen.

2. Rezenz

Spritzig und richtig prickelnd ist die Kohlensäure in diesem Bier, vollmundig und süffig der Geschmack. Weiterhin schön fruchtig, dominant dabei die Banane und auch einen Hauch von Pfirsich vermag ich zu erschmecken. Das Weizenbockbier ist auch weiterhin recht malzig, jedoch kommen im Mittelteil der Hopfen und die Hefe kräftiger hervor. Das Bier entwickelt eine leichte saure Note mit einem Hauch von Zitrus.

3. Abgang

Der Abgang ist recht lang anhaltend, zu Beginn malzig und fruchtig und vollmundig, der Ausklang dann herber und trockener sowie ein wenig zitrusartig – und auch die Hefe ist richtig gut heraus zu schmecken.
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Olaf Gronert: Das Hütt-Bierspezialitäten Weizenbock 1838, neu aufgelegt nach einem alten Rezept. Das Bier hat eine interessante Geschichte, ist toll verpackt und schaut auch richtig gut. Völlig überzeugt hat mich der Geruch mit seinem kräftigen Bananenaroma, eigentlich habe ich so etwas noch nie gerochen. Ganz große Klasse. Im Geschmack legt dieses Bier noch zu, vollmundig und fruchtig der Start, wunderbar dabei die Bananenaromen und die 3 Malze, die vortrefflich miteinander harmonieren. Das Bier ist ein Weizenbock-Bier, es ist stark und das schmeckt und merkt man auch. Wunderbar die prickelnde Kohlensäure, der Hefegeschmack und der leicht herbe und trockene Abgang. Eines der besten Biere, das ich je getrunken habe. Das Negative, es gibt leider nur 150 Flaschen davon, wer eine bekommt, der sollte sich richtig glücklich schätzen.

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