2. Münsteraner Brauschau – Ein Rückblick

2. Münsteraner Brauschau

Die 2. Münsteraner Brauschau die am 24.05.2014 im Vereinshaus des Kleingärtnervereins „Grafschaft“ stattfand liegt nun hinter uns. Wir von bier-entdecken.de durften auf Einladung des Grutherrn Philipp Overberg von der Gruthaus Brauerei an diesem exklusiven Event teilnehmen. Mit Begeisterung blicken wir auf dieses Bier-Event zurück und haben hier für euch ein Rückblick zusammengestellt.

Die nun schon zweite und sicher nicht letzte 2. Münsteraner Brauschau bietet Hobbybraueren eine Bühne, um ihre einzigartigen Bierspezialitäten vorzustellen. Dabei handelt es sich um solch hochinteressante Sorten wie zum Beispiel: „Fauler Firsich“, „Olga`s Mimikri“, „Roxler Dynamit“, „Pride of Britain“, „Nippon Samba“ und viele weitere Bierkreationen.

Verkostet wurde aus dem Sensorik-Pokal von Sahm, dem Glas, das auch für den großen World Beer Cup genutzt wurde.

2. Münsteraner Brauschau
2. Münsteraner Brauschau, Foto: Gunther Bickel

Wir durften dabei sein und die über 30 Biere von 13 Mikrobrauereien – teilweise wird auf dem Balkon gebraut – zu testen, mit den Brauern fachzusimpeln, Erfahrungen auszutauschen, eigene Brauideen finden und natürlich die Biere bewerten, denn es wurde ja auch ein Siegerbier gekürt.

Bei diesem Event gab es kein industrielles Bier, alles feine Handarbeit von durchweg netten Brauern, mit allen kamen wir ins Gespräch, und auch die Besucher, die wir befragte waren durchweg begeistert.

Sehr beeindruckt haben uns – wie schon im vergangenen Jahr – die Biere von der Gruthaus Brauerei, das leicht säuerliche, mit Milchsäurekulturen vergorene Sour Rye Porter, erfrischend und spritzig; Jennys Rache – ein Lemon Alt, herb und zugleich fruchtig, ein erfrischendes Sommerbier gekocht mit Zitronenschalen und Zitronensaft. „Fauler Firsich“, ein Pale Ale vergoren mit frischen Pfirsichen und einer Lagerung im Holzfass über zwei Jahre hinweg. Wir sind schon jetzt gespannt, was der Grutherr und Hauptorganisator Philipp Overberg nächstes Jahr zusammenbraut.

Dr. Huppertz hatte einen ausgezeichneten Sir Haralds Black Paw Vintage (Weizen Porter) im Angebot, dazu einen Dry Stout, Harrys Black Noun, einen hochinteressanten Quitten Bock, Olga`s Mimikri und „ Uwe`s Melon Delight“. Die Namen der Biere sind sehr fantasievoll, auf die Frage, wie er darauf kommt kam die Antwort „nach den Namen meiner Katzen“.

2. Münsteraner Brauschau
2. Münsteraner Brauschau, Foto: Gunther Bickel

Kai von „The Balcony Brewery“ hatte gleich vier verschiedene Biere auf seinem Balkon gebraut. Ein honigsüßes, richtig starkes Bier war dabei. Von ihm und auch von den anderen Brauern gab es viele Tipps für die eigene Hobbybraukarriere.

Luti-Bräu hatte ein richtig tolles „Roxler Dynamit“ – ein IIPA – im Angebot, dazu einen wirklich richtig guten Thymian Weizenbock, es ist ein Traum, solche Biere selbst zu brauen.

Der Braumeister von Schwenkenbecher, ein richtig sympathischer Mann, war im Ausschank mit vier Klassebieren: Hafer, Sauer, Schoko, Pale. Die Namen der Biere sind hier nicht so kurios, dafür haben es die Biere in sich, alle vier richtig große Klasse, unser Topfavorit nach dem leckeren Sauer war das Schoko. Schade nur, dass es diese Biere nirgendwo zu kaufen gibt.

Mattes und Hannes kommen aus Emsdetten – sie hatten je nur ein Bier im Angebot. Ja, leider nur eines, denn das Münchner Märzen von Hannes war richtig gut und auch das Böhmische Pilsener von Mattes absolute Spitze.

Sudstelle 40 hatte wie schon im Vorjahr seinen „Meister Petz“ mitgebracht – ein geniales Schwarzbier, dazu noch neu den „Himmel über Brügge“, ein White PA und „Admirals Wheat“ ein Weizen. Richtig toll alle sind drei, mein Favorit dabei ist aber der „Meister Petz“, vielleicht darf ich ihn ja nächstes Jahr wieder proBieren.

2. Münsteraner Brauschau
2. Münsteraner Brauschau, Foto: Gunther Bickel

Der Name der Brauerei sagt es schon: ein anständiges Bier gab es vom Braumeister der Brauerei „Anständiges Bier“, „Frühling“ ist ein sehr erfrischendes, spritziges Sommbier, dazu führen sie einen richtig guten „Amarettini Porter“ und ein „Hansöllsch“.

Eines unserer Highlights war „Coco, das kleine Schwarze“ von der Blue Elephant Aaseebrauerei

Drood Craft Beer war neu auf der Münsteraner Brauschau. Ein sehr gelungenes Debüt. Fantastisch das „Flemish Red Kiss“ ein Belgisches Rotbier sowie das „New Zeeland Jade Ale“, super dabei die Idee von der Minze direkt im Zapfhahn. Die frische Minze gab diesem Bier noch einen ganz besonderen Geschmack.

Max von der Maxbrauerei hatte ein „Nippon Samba“ gebraut mit Mais, Cornflakes und Haferflocken, ein sehr schönes leichtes Pale Ale. Außerdem im Angebot ein „Blanche d`Hombourg“ ein schönes fruchtiges Wit Bier mit Koriander Geschmack. Lecker!

Die Brauerei Schwartenbecks hatte ein richtig tolles, erfrischendes „Fresh Summer Ale“ dabei, ein Schwartenbecks Alt und einen Porter, das Forgotten Porter.

Insgesamt eine richtig tolle Auswahl von Bieren von sehr kreativen Brauern, die mit den einfachsten Mitteln richtig gute und einzigartige Craft Biere brauen. Die Veranstaltung war bestens organisiert; super war der Service mit dem Gläserspülen, immer ausreichend Brot und Wasser standen zur Verfügung, lecker die angebotene Gulaschsuppe, insgesamt eine perfekte Veranstaltung.

Natürlich wurden die Biere auch durch das Publikum bewertet, der 3. Platz ging an das Schoko von Schwenkenbecher, der 2.Platz an Mattes mit seinem Böhmischen Pilsener und auf den 1. Platz der Publikumswertung kam Hannes mit seinem Münchner Märzen. So wertete das Publikum, wir sind der Meinung, dass alle gewonnen haben, so viele tolle, einzigartige und ganz besondere Biere, dazu der Erfahrungsaustausch und auch die perfekte Organisation, eine richtig gelungene Veranstaltung! Danke, dass wir dabei sein durften, bis nächstes Jahr!

Ein Bericht von Olaf Gronert

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