Sepp Wejwar, der Biersepp

Der Biersepp
© Der Biersepp

Sepp Wejwar, ist der Biersepp

Sepp Wejwar, der Biersepp ist ein Chefredakteur, Marketer, Biersommelier und ein Buchautor. Seit 34 Jahren ist er im Beriech Marketing und Bier unterwegs. Wir freuen uns heute mit ihm über seinen Beruf, sein geschriebenes Buch und natürlich über Bier sprechen zu können.


Erzähl uns doch erstmal von dir.

Ich bin ein echter Wiener (Josefstädter) und hab mich schon früh für landwirtschaftliche Produkte interessiert – auch Landwirtschaft studiert (leider nicht fertig – andere Studien hab ich beendet). Bin gern am Berg – und leidenschaftlicher Blues-Sänger (und Mundharmonika bzw. Saxophonspieler). Hab eine Band: “Blueswerk”. Tolle Musiker!

Wie kam es dazu das du den Schwerpunkt deines Marketingberufes auf  “Getränke – insbesondere Bier” gelegt hast?

Einerseits aus “Zufall” – die Agentur, in die ich in den 80ern eingestiegen bin, hatte gerade mit “Waunn die kann Oimdudla hom geri wida haam” einen der größten Werbe-Hits in Österreich. Danach haben wir die Marke Radlberger geschaffen, die nach mehr als 25 Jahren noch immer am Markt reüssiert. Radlberger war damals auch die erfolgreichste Softdrink – Markeneinführung in Österreich seit Kriegsende (das Wort “Kriegsende” klingt heute gottseidank schon sehr seltsam).

Wie kam es das du dich zum Biersommelier ausbilden hast lassen?

Danke an Jutta Kaufmann und Annemarie Lautermüller – der Chefin und der Marketingleiterin des Österreichischen Brauereiverbandes. Die Damen waren der Meinung, dass der Chefredakteur des Österreichischen Biermagazins eine profunde Ausbildung haben sollte.

Was fasziniert dich an Bier?

Die enorme Vielfalt. Und dass die meisten Menschen (auch solche, die angeben, Bier zu mögen) davon noch nichts wissen. Das ist herrlich für einen Bierapostel.

Wie muss ein gutes Bier für dich sein?

Schönes Aussehen (Farbe, Glanz, Schaum – zum Bierstil passend), herrlicher Duft, spannender Antrunk, Charakter und eigenständige Persönlichkeit – langer Nachhall ohne hängende Bittere.

Gibt es ein Lieblingsbier, und wenn ja welches?

Da gibt es viele.

Erinnerst du dich an deine erste Begegnung mit Bier?

Ich war Sechzehn, wir hatten “Nachmittagsturnen” und sind zum Wirten am Eck “auf ein Bier gegangen” – Es war großartig.

Wie siehst du die Zukunft beim Pro-Kopf-Verbrauch?

Hoffentlich gibt es bald eine Trendwende. (und in Österreich weiterhin zumindest Stabilität).

Wo siehst du Chancen dies zu ändern?

Das wird nur möglich sein, wenn das Biermarketing nicht ausschließlich auf die Marke geht und vor allem, wenn der schwachsinnige Preiskampf, der nur den Wert des Bieres auch in den Köpfen der Verbraucher ständig reduziert, nicht so weiter geht.

Du bist Biersommelier, Chefredakteur und Dozent an der Werbeakademieum nur ein Teil deiner Arbeit zu nennen, wie bekommt man das alles unter einen Hut?

Dozent an der Werbeakademie – für Marketing – WAR ich über zehn Jahre lang (und davor an der Modeschule Hetzendorf). Das habe ich beendet, weil ich nach so langer Zeit nicht mehr so frisch im Vortrag war, wie am Anfang. Und vor allem, weil ich mich ganz auf das Bier konzentrieren wollte. Aber ich gebe zu, ich bin -holiker, nämlich Workaholic.

Du schreibst nicht nur im Web, sondern hast auch schon das ein und  andere Bierbuch verfasst, erzähl uns doch kurz um was es im speziellen  darin handelt.

3 Bierbücher – eines von mir zwei mit Co-Autoren (mit Karl Schiffner Bier kombiniert – Bier und Speisen und mit Horst Sulzmann das Zwettler Bierkochbuch).

Welches war dein erstes Buch?

Das Österreichische Bierbuch
© Amazon.de

Das Österreichische Bierbuch – es ist im April 2009 herausgekommen und bietet einen umfassenden Überblick zur Bierlandschaft Österreichs – Bierstile, Biere, Brauereien, Rohstoffe …

Das österreichische Bierbuch:
Der Genußratgeber rund ums Bier
Preis: 24,90€
ISBN-10: 3990050001
>>> Dieses Buch bei amazon.com kaufen!

Wieviel Zeit braucht es solch ein Buch zu schreiben?

Monate in denen die meiste Zeit zum Buchschreiben aufgeht.

In dem Buch “Bier kombiniert” – ein großartiges Werk – geht es um das passende Bier zum Essen, wie kam es zu diesem Thema?

Ich hatte die Idee und hab den Ersten Biersommelier-Weltemister Karl Schiffner gefragt, ob er es mit mir gemeinsam machen will.

Ist schon ein neues Buch in Planung?

In Planung ja – aber ich fürchte ich werde in den nächsten Monaten keine Zeit zum Schreiben haben.

Wenn du Bier mit drei Worten beschreiben müsstest, welche wären das?

Aufregend, Abregend, Anregend.

Zum Schluss ein paar nette Worte über Bier-entdecken.de

Ich finde es großartig, dass Ihr Euch über so ein Projekt macht und Euren, gar nicht kleinen Beitrag, dazu leistet, dass Bier endlich einmal (wieder?) den Stellenwert bekommt, den es verdient. Hut ab!

Vielen Dank für das nette Gespräch!

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*