Brauprozess – Vom Getreidekorn zum feinen Bier

  1. Das Getreide
  2. Das Mälzen
  3. Die Darre, die Farbe des Bieres
  4. Die Maische und das Brauen
  5. Der letzte Schritt – Die Gärung

 

1. Das Getreide

Gerstenfeld
© Deutscher Brauer-Bund e.V.

“Bier wächst auf dem Feld”

Nämlich in Form von Getreide. Daher auch der volkstümliche Name “Gerstensaft”. Befasst man sich etwas mit Latein, wird die Namensgebung noch deutlicher, so stammt das spanische Wort für Bier, cerveza vom lateinischen ceres, Getreide ab.
Das am meisten verwendetet Getreide für die Bierherstellung ist die Gerste, sie wächst in klimatisch kälteren Regionen wie München, Böhmen oder Dänemark. Aber auch aus vielen anderen Getreidesorten wird Bier hergestellt. Oftmals werden auch Getreidesorten gemischt um einen einzigartigen Geschmack zu bekommen. Weitere verwendete Sorten sind zum Beispiel:
Weizen, Roggen, Dinkel, Hirse oder Reis und Mais.

Gerstenmalz
© Deutscher Brauer-Bund e.V.

Getreide verleiht dem Bier seinen Charakter

Alle Sorten schenken dem späteren Bier einen besonderen Charakter. So macht Gerste, das Bier weich und klar, Weizen fruchtig und schaumig, Hafer seidig und sanft und Roggen macht es würzig. Reis und Mais sind dagegen in Deutschland nur wenig verbreitete Zutaten, sie geben dem Bier eine besonders helle Farbe, führen aber auch oft zu einem körnigen Geschmack. In Europa steht Gerste an erster Stelle. Man unterscheidet Gerste in zwei Gerstensorten einmal die 2-zeilige (1 Korn) welche dem Bier ein sanftes, süßes Aroma verleiht sowie die 6-zeilige Gerste welche dem Bier ein frischen und rauchigen charakter verleiht. Darüber hinaus gibt es je nach Erntezeit Sommer und Wintergerste. In Deutschland wird die Sommergerste bevorzugt, da sie das Bier angeblich reiner und süßlicher schmecken lässt. In England und Belgien wird lieber mit Wintergerste gearbeitet, da man dieser nachsagt sie sei wiederstandsfähiger und würde dem Bier einen kräftigeren geschmack verleihen.

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