Porter – ein Bier mit Geschichte

Porter, ein Bier hinter dem eine Geschichte steckt.

© Deutscher Brauer-Bund e.V.

Daten und Fakten zur Biersorte Porter

Farbe: Schwarz oft mit roten Reflexionen
Stammwürze: 11,5 – 18%
Alkoholgehalt: 4 – 9%
Bitterkeit: 18 – 40 IBU (je nach Herkunft leicht bis stark gehopft)
Gärung: Untergärig (in Europa), Obergärig (in England)
Trinktemperatur: 12 – 14°C
Bierglas: Kelch
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Porter – ein Bier mit Geschichte

Das Porter ist eines der Bierespezialitäten mit einer langen Tradition und einer interessanten Geschichte die hinter der Entstehung dieses Bierstils steckt. Angefangen hatte alles wie so oft in England. Bei der Namensfindung  hätte es heute auch in etwa wie „Porter Cuveé“ bekannt sein können. Denn die Anfänge dieses Bierstiles begannen um das 18. Jahrhundert, durch den Versuch Lagerbier mit Ales und später zusätzlich mit Starkbieren zu verschneiden. Das Ergebnis kam bei der Bevölkerung so gut an, dass diese „Neuerfindung“ schnell populär wurde. Besonders durch die Beliebtheit bei den Hafenarbeiten wurde das Bier schnell in andere Länder exportiert. Diesen verdankt das Porter auch seinen letztendlichen Namen, denn Porter bedeutet im Englischen Lastenträger.
Das Zusammenmischen der verschiedenen Biersorten nahm jedoch viel Zeit in Anspruch und auch eine gleich bleibende Qualität konnte nicht gewährleistet werden. Daher wurde schnell versucht Porter mit den Eigenschaften der drei Biersorten zu brauen und sie somit zu vereinen.

Im 19. Jahrhundert war Porter weit über Englands Grenzen hinaus verbreitet und je nach Kultur entwickelte es sich zum Teil in unterschiedliche Richtungen. In England selbst wurde es in vielen verschiedenen – stets obergärigen, malzbetonten und stark gehopften – Variationen angeboten. Ein starkes Porter war z.B. das „Stout-Porter“, welches uns heute nur noch mit dem Namen „Stout“ bekannt ist. Das europäische Porter wurde besonders im Osten alsbald mit untergäriger Hefe gebraut und war als Starkbier („Baltic Porter“) mit einem Alkoholgehalt von 7 – 9 % Alkohol beliebt. Mit der Zeit entwickelte sich das Porter in Deutschland sowie auch in England immer mehr zu einem leichteren, eher süßen Bier, ohne jedoch in seiner Intensität von Malz – und Karamellaromen einzubüssen.

Leider verschwand der Bierstil im 20. Jahrhundert besonders in Deutschland immer mehr aus dem Sortiment der Brauereien. Heute brauen nur noch sehr wenige Brauereien solch Biere.

Zu erwähnen sind folgende Brauereien:

Hoepfner aus Karlsruhe,
– Bergquell Brauerei Löbau,
Störtebeker aus Stralsund,

die noch bis heute oder wieder ein Porter-Bier brauen.

Folgende Biere wurden von uns getestet:

Störtebeker Braumanufaktur – Hanse Porter
Störtebeker Braumanufaktur – Atlantik Ale

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